Netzwerke für mehr Qualität

Gute frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung ist Teamarbeit. Im Handlungsfeld „Netzwerke für mehr Qualität“ werden Maßnahmen gefördert, die Kooperationen stärken, die Steuerung des Betreuungsangebots effizienter machen und Qualität weiterentwickeln.

Das Handlungsfeld „Netzwerke für mehr Qualität“

Fachkräfte und Kitaleitungen, Tagesmütter und Tagesväter, Jugendämter und freie Träger sowie zahlreiche weitere Akteure im Sozialraum setzen sich dafür ein, dass Kinder gut aufwachsen können. Damit alle Hand in Hand und im Interesse der Kinder zusammenarbeiten, werden im Handlungsfeld „Netzwerke für mehr Qualität“ Kooperationen gestärkt, Ressourcen gezielt eingesetzt und Qualitätsentwicklungsmaßnahmen auf allen Ebenen unterstützt. Mit Mitteln aus dem GUTE KITA GESETZ werden zum Beispiel Qualitätsmanagementverfahren in Kitas gefördert oder webbasierte Monitoring- und Administrationssysteme eingeführt.

In den Ländern

In folgenden Ländern werden mit dem GUTE KITA GESETZ Maßnahmen im Handlungsfeld „Netzwerke für mehr Qualität“ umgesetzt:

Berlin
Bremen
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz

Ergebnisse aus dem GUTE KITA BERICHT 2021

Interne und externe Evaluationen als Qualitätsentwicklungsinstrument werden noch nicht in allen Einrichtungen durchgeführt. Während laut Leitungsbefragung in etwa 70 Prozent der Kindertageseinrichtungen mindestens alle drei Jahre eine interne Evaluation durchgeführt wird, erfolgte eine externe Evaluation nur bei etwas mehr als einem Drittel der Einrichtungen (37 Prozent). Insbesondere bei der Zahl der externen Evaluationen bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Ländern.

Etwa ein Viertel der befragten Träger (23 Prozent) stellt den Einrichtungen eine direkt beim Träger angestellte Fachberatung zur Verfügung. Mehr als die Hälfte der befragten Träger (60 Prozent) geht einen anderen Weg. Diese Einrichtungen können eine Fachberatung über einen Dachverband oder das Jugendamt ansprechen. Beides kommt zum Einsatz: Mit einer Fachberatung arbeiten insgesamt 80 Prozent der Leitungen zusammen. Das heißt aber auch, dass ein Teil der Kindertageseinrichtungen keinen Zugang zu einer Fachberatung als Unterstützung für die Qualitätsentwicklung zu haben scheint – oder diesen bislang nicht nutzt.

Weitere Ergebnisse zum Handlungsfeld finden sich im GUTE KITA BERICHT 2021 (Kapitel 9)

Interne Evaluationen in Kindertageseinrichtungen 2020

  • 70 Prozent interne Evaluation alle drei Jahre
  • 30 Prozent keine interne Evaluation

Externe Evaluationen in Kindertageseinrichtungen 2020

  • 37 Prozent externe Evaluation
  • 63 Prozent keine externe Evaluation

Quelle: DJI, ERiK-Surveys 2020: Leitungsbefragung, gewichtete Daten auf Einrichtungsebene, Berechnungen des DJI, n=3.205-3.803.